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Meinungsauslese
(epd - Okt. 2011) Altbischof Wolfgang Huber hat die beiden großen Kirchen ermuntert, weiter auf Zusammenarbeit zu setzen. Das Reformationsjubiläum 2017 enthalte ökumenische Chancen, schreibt Huber in einem Beitrag für die "Zeit"-Beilage "Christ und Welt". Das Vorhaben der großen Kirchen, Schlüsseltexte der Reformation wie die 95 Thesen oder Martin Luthers Schrift über die Freiheit eines Christenmenschen gemeinsam zu kommentieren, könnten die ökumenische Verständigung fördern. Als versäumte Chance für die Ökumene wertete der evangelische Theologe den Papstbesuch. Benedikt XVI. habe den Eindruck bestätigt, dass die "Konsens-Ökumene" der theologischen Gespräche an ein zumindest vorläufiges Ende gekommen sei. "Protestanten werden anerkennen müssen, dass wegen der Amtsfrage eine größere Nähe zwischen den Kirchen auf absehbare Zeit nach menschlichen Maßstäben schwer möglich ist", folgert Huber. Trotzdem sei Resignation nicht angebracht. "Wir brauchen eine Ökumene des Respekts und der Freundschaft", regte der Theologe an. Dazu gehöre, dass die beteiligten Kirchen einander in ihrem jeweiligen Kirchesein achteten. "Wir müssen eine Sprache überwinden, in der die einen die eigentliche Kirche und die anderen im besten Fall die uneigentliche Kirche sind." Aus evangelischer Sicht seien die evangelische und die katholische Kirche Schwesterkirchen. (epd - Okt. 2011) Die evangelische Theologin Margot Käßmann hat die Verbundenheit zwischen katholischer und evangelischer Kirche hervorgehoben. "Auch Papst Benedikt XVI. kann nicht über die Gemeinsamkeit hinwegsehen, die zwischen den Christen und damit auch zwischen den Kirchen in Deutschland gewachsen ist". "Ich wünsche mir, dass sich nicht in der Folge des Papstbesuches ein Mehltau über die Ökumene legt, weil alle enttäuscht sind über das, was der Papst nicht gesagt hat", sagte sie. In den vergangenen Jahrzehnten habe sich sehr viel entwickelt. Zugleich betonte Käßmann, die als Lutherbotschafterin ab dem nächsten Jahr für das Reformationsjubiläum 2017 werben wird: "Ich gehöre auch zu den ökumenisch Ungeduldigen und wünsche mir weitere Fortschritte vor allem im Blick auf ein gemeinsames Abendmahl." (epd - Okt. 2010) Der amtierende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Nikolaus Schneider, hat sich für eine begrenzte Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) ausgesprochen. Er habe viel Sympathie dafür, die PID zu erlauben, wenn die "stark begründete" Gefahr bestehe, dass die Eltern ihre Anlage zu schwersten Erbkrankheiten an ihr Kind weitergeben, sagte Schneider der "Welt". "Natürlich besteht die Gefahr, dass jede gesetzliche Eingrenzung nach und nach ausgehöhlt wird, deshalb muss ein Gesetz in Sachen PID sehr sorgsam bedacht werden", betonte Schneider. Zuvor hatte sich der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, für ein Verbot der PID ausgesprochen. Den Informationen der "Welt" zufolge gehen Spitzenpolitiker der CDU offenbar nicht mehr davon aus, dass ein Verbot der PID durchzusetzen ist. Vielmehr sei Fraktionschef Volker Kauder (CDU) beauftragt worden, einen Kompromiss mit der FDP vorzubereiten. Die CDU tritt in ihrem Programm für ein Verbot der PID ein, die CSU gegen die Untersuchung und Auswahl von Embryonen. Eine Neuregelung wird nötig, weil das Bundesverfassungsgericht im Sommer einen Arzt freisprach, der die PID mehrfach angewendet hatte, um Frauen genetisch gesunde Embryonen einzupflanzen. Die Richter urteilten, die Formulierungen im Embryonenschutzgesetz reichten nicht aus, um ein Verbot der PID in Deutschland abzuleiten. Die Präimplantationsdiagnostik ist ein gentechnisches Analyseverfahren, das Paaren mit schweren Erbkrankheiten helfen kann, per künstlicher Befruchtung gesunden Nachwuchs zu bekommen. Die Embryonen werden auf genetische Schäden untersucht, bevor sie in die Gebärmutter eingepflanzt werden. (epd - Okt. 2010) In die Debatte über die Bedeutung des Islam für Deutschland mischen sich nun auch die Theologieprofessoren ein. Der evangelische Theologe und Philosoph Richard Schröder sagte zu den Äußerungen von Bundespräsident Christian Wulff: "Der Islam gehört nicht zu den prägenden Kräften unserer Kultur. Er zählt nicht zu den prägenden Religionen unserer Geschichte." Islamische Mitbürger hingegen seien eine Normalität geworden, sagte der SPD-Politiker der "Welt". "Sie gehören zu uns." In seiner Rede zum Tag der Deutschen Einheit hatte Wulff gesagt, dass neben dem Christentum und dem Judentum inzwischen auch der Islam zu Deutschland gehöre. Der deutsche Staat "ist nicht christlich, er hat vielmehr weltanschaulich neutral zu handeln", sagte Schröder. Der Ruf nach der Einführung eines muslimischen Feiertags, "der 95 Prozent der Bevölkerung nichts sagt, ist eine verrückte Idee", gab Schröder weiter zu bedenken. Natürlich müsse es auf der anderen Seite für alle Muslime möglich sein, ihre Feiertage zu begehen. Der evangelische Theologe Friedrich Wilhelm Graf tritt Darstellungen entgegen, wonach das Grundgesetz auf dem christlich-jüdischen Erbe beruht. Der Rechtsstaat in Deutschland sei weithin gegen die Kirchen durchgesetzt worden, sagte der in München lehrende Theologieprofessor der "Süddeutschen Zeitung". Graf wandte sich dagegen, religiöse Kategorien als "Kampfbegriffe" in der Debatte über Integrationsprobleme einzusetzen. Die Formel vom christlich-jüdischen Erbe sei wenig hilfreich, da sie grundsätzliche Differenzen zwischen Christentum und Judentum ausblende, argumentiert Graf. Zudem sei diese Formel gefährlich, da sie die Unterscheidung von Recht und Religion relativiere. "Der freiheitliche Verfassungsstaat lebt doch gerade davon, dass er religiös neutral ist und dass zwischen moralischen, religiösen und rechtlichen Fragen prägnant unterschieden wird", unterstreicht der Theologe. Das deutsche Modell für das Verhältnis von Staat und Religion ist Graf zufolge auch offen für muslimische Akteure. Dieses Verständnis von Religionsfreiheit sei eher in der Lage, religiöse Konflikte zu lösen als das laizistische Vorgehen, das religiöse Überzeugungen aus der Öffentlichkeit verbannt. Das Religionsverfassungsrecht der Bundesrepublik setze kein Bekenntnis zum Christentum voraus: "Wir sollten das Grundgesetz nicht taufen, das macht alles nur viel schwieriger", gab der Theologe zu bedenken. Rücktritt von Bischöfin Käßmann Kommentar (ws)
Respekt für ihre klare und schnelle Entscheidung geht einher mit Bedauern über den kaum zu ersetzenden Verlust
des Protestantismus. Die wahrhaftigen, offenen und geradlinigen Äußerungen von Margot Käßmann haben vielen
wieder "Mut zur Kirche" gemacht. Sie erhielt deshalb offene Bewunderung und höchste Achtung beileibe nicht nur von
den Frauen. Die gezielte und berechtigte Einmischung in das Männergeschäft Afghanistan zeigte dies sehr deutlich.
Im interreligiösen Bereich wird wohl eher ein Frohlocken als ein Bedauern angestimmt werden. Hier wäre vieles noch
deutlicher sichtbar geworden, was nun wohl unter den Tisch des Vergessens gekehrt wird. In "Männerzirkeln" wäre ihr
menschliches Fehlverhalten, eine klare Empfehlung für höhere Weihen gewesen.
Es ist nahezu eine Katastrophe, dass solch gezieltes Einmischen nun wohl ausbleiben wird. Es ist zum Einen sehr bedauerlich, jedoch entspricht es anderseits ihrer Glaubwürdigkeit, nach diesem Vorfall so und nicht anders zu handeln. Wären solche Handlungsweisen in unserer Gesellschaft nur weiter verbreitet ... Solche wahrhaftigen und mutigen Frauen (natürlich auch Männer) brauchen wir in unserem Land - nicht nur im kirchlichen Bereich. Ihre menschliche Verfehlung soll damit keineswegs bagatellisiert werden. Jedoch nötigt ihre klar geäußerte Konsequenz mehr als nur Respekt ab. Insbesondere in einer Zeit, in der eine andere Kirche die größten Probleme mit der Wahrhaftigkeit in der Führung in Bezug auf die Handlungsweisen der Mannschaftsebene hat. Die Achtung, die Frau Käßmann aufgrund ihres Ehrgefühls und der Konsequenz in breiten Bevölkerungskreisen zuteilwird, sollte auch für die hier Handelnden in Politik und Management Anlass zur inneren Einkehr sein. Ökumene im Alltag... Kirchenrecht verhindert ökumenischen Gottesdienst (Jan. 2010 - ws) Wie die Saarbrücker Zeitung meldete hat die kath. Kirchengemeinde Namborn (Saarland) die Teilnahme am ökumenischen Gottesdienst anlässlich des Neujahrsempfang der Gemeinde abgesagt. Obwohl es in den vergangenen Jahren nie Probleme mit der am Vormittag stattfindenden gemeinsamen Feier beider christlichen Kirchen gab, wurde nun die Tageszeit laut Bistum Trier entscheidend für die Absage. Demgemäß darf ein ökumenischer Gottesdienst am Sonntagmorgen, entsprechend einer Erklärung der deutschen Bischöfe, das Hochamt der kath. Kirche nicht ersetzen. Da eine gemeinsame Eucharistiefeier mit ev. Christen nach kath. Kirchenrecht unzulässig ist (siehe Hasenhüttl), aber das Abendmahl das Herzstück des Glaubens sei, wurde dies vom Bistum Trier offenbar so entschieden. Gänzlich anders sehen es die Protestanten. Hier ist das gemeinsame Abendmahl nicht nur möglich, es bildet sogar die Basis des ökumenischen Selbstverständnisses, gemeinsam mit allen Christen das Abendmahl zu feiern. Wie weit die harte Realität des Alltags, frommes Wunschdenken vergessen lässt wird hier deutlich. HANNOVER - Die Vorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann, hat in der Debatte um das Minarett- Verbot in der Schweiz weltweite Religionsfreiheit gefordert. Dies sei ein hohes Gut, das überall gelten müsse. "Auch in der Türkei fände ich beispielsweise schön, wenn wir frei Kirchen bauen dürften und Pastorinnen und Pastoren ausbilden könnten", sagte die Bischöfin der Landeskirche Hannovers dem WDR-Hörfunk. Gleichzeitig ermahnte sie die in Deutschland lebende Muslime, auch alle Verfassungs- und Freiheitsrechte ernst zu nehmen, wenn diese "die Religionsfreiheit in unserem Land in Anspruch nehmen, um Gotteshäuser der eigenen Religion zu bauen". Zu den Pflichten gehöre dann auch "die Gleichheit von Mann und Frau und das Recht des Kindes auf gewaltfreie Erziehung" ernst zu nehmen. Mehr Bildungsgerechtigkeit für 2010 Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, hat für 2010 mehr Bildungsgerechtigkeit in Deutschland gefordert. "Jeder Mensch soll so am gesellschaftlichen Leben teilhaben können, dass seine Gaben und Fähigkeiten zur Geltung kommen", sagte Käßmann in einem epd-Gespräch in Hannover. Nach christlichem Verständnis seien alle begabt. Deshalb dürfe es keine Bildungsverlierer und Schulversager geben: "Der einzelne Mensch, das einzelne Kind muss gefördert werden." In Erinnerung an den 450. Todestag des Reformators Philipp Melanchthon will die EKD 2010 ein "Jahr der Bildung" begehen. ... Die hohe Zahl von "Bildungsverlierern", besonders unter Einwandererkindern, sei erschreckend und müsse deutlich verringert werden. Viele Schulen seien ein Brennpunkt des multikulturellen und multireligiösen Zusammenlebens. Die Herausforderung bestehe darin, allen Schülern sowohl das notwendige Wissen für Ausbildung und Beruf zu vermitteln als auch soziale, emotionale und religiöse Kompetenzen. gegen Kinderarmut Köln (epd). Bei ihren Gesprächen mit der Politik im Januar will die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, auf mehr Initiativen gegen Kinderarmut drängen. "Mich bedrückt ganz besonders, dass jetzt jedes sechste Kind in Armut aufwächst", sagte die hannoversche Landesbischöfin am Freitag im Hörfunksender WDR5. Dabei gehe es nicht nur um materielle, sondern auch um Beteiligungsarmut, weil die Kinder nicht die Bildungschancen wahrnehmen könnten. Auch beim Thema Steuersenkung geht es Käßmann zufolge um soziale Gerechtigkeit: "Macht das jetzt Sinn, Steuern zu senken in einer Zeit, in der die Überschuldung für die nachkommenden Generationen schon ein Ausmaß erreicht hat, das meines Erachtens so nicht mehr verantwortbar ist." Zu einer solidarischen Gemeinschaft gehöre es auch, dass die Starken für sozialen Frieden einträten und Steuern zahlten, und nicht jeder versuche, Steuern zu sparen. Zudem würde eine Steuersenkung die Kirchen massiv treffen, argumentierte die Landesbischöfin. Probleme in Afghanistan "m a s s i v v e r ä n d e r t" Der evangelische Militärbischof Martin Dutzmann hat sich gegen eine weitere Truppenaufstockung der Bundeswehr in Afghanistan ausgesprochen. Zugleich verlangt er eine Wende zum Zivilen im deutschen Afghanistan-Engagement. Trotz des Militäreinsatzes habe sich die Lage der Zivilbevölkerung in Afghanistan dramatisch verschlechtert, beklagte der Militärbischof am Donnerstag in einem Interview mit dem Südwestrundfunk (SWR) in Baden-Baden. Er glaube "eher nicht", dass es sinnvoll wäre, noch mehr Soldaten an den Hindukusch zu schicken, sagte Dutzmann. Sorge bereite ihm auch der Anstieg der sogenannten posttraumatischen Belastungsstörungen. Die Soldaten müssten ständig damit rechnen "töten zu müssen", weil sie "real bedroht" seien. Nach seiner Auffassung müsse der zivile Anteil des deutschen Bundeswehreinsatzes deutlich erhöht und die Koordination zwischen den zivilen Aktionen einerseits und zwischen Zivil und Militär andererseits verbessert werden. Bischöfin Käßmann kritisiert Ladenöffnung am Sonntag Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, hat sich deutlich gegen verkaufsoffene Sonntage ausgesprochen. "Wir brauchen einen Rhythmus von Arbeits- und Feiertagen, damit unsere Gesellschaft nicht einem kollektiven Burn-out unterliegt", heißt es in einem Beitrag der hannoverschen Landesbischöfin für die Wochenendausgabe der Berliner "tageszeitung" (taz) . Zwar müssten auch jetzt viele Menschen am Sonntag arbeiten wie in Krankenhäusern, Altenheimen oder bei der Feuerwehr. "Aber bei den Ladenöffnungszeiten haben wir die Wahl." Hintergrund ist das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zum Berliner Ladenöffnungsgesetz, das am Dienstag (1. Dezember) erwartet wird. Nach der seit 2006 geltenden Regelung dürfen in Berlin die Geschäfte an bis zu zehn Sonntagen öffnen, darunter an allen vier Adventssonntagen von 13 bis 20 Uhr. Dagegen hatten die evangelische und katholische Kirche geklagt. Käßmann: "Wenn wir die Sonntage den Alltagen gleich machen und alle Geschäfte öffnen, dann gibt es nur noch den Gleichklang von sieben Werktagen." Die Gesellschaft lebe davon, dass Menschen aus unterschiedlichen Zusammenhängen Zeit miteinander verbringen können: im Gottesdienst, bei Aktivitäten im Sportverein, bei Dorf- und Stadtteilfesten, bei Kulturveranstaltungen, fügte die Repräsentantin von rund 25 Millionen Protestanten in Deutschland hinzu. Wirtschaft muss Vertrauen erneuern (epd) Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, hat an Arbeitgeber appelliert, das Vertrauen in die Wirtschaft zu erneuern. Auf dem Arbeitgebertag am Mittwoch in Berlin sagte Huber, die Akteure selbst müssten sich bemühen, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen. Dies müsse neben der Bewältigung der Finanzkrise und deren Folgen für die Unternehmen höchste Priorität haben. Wenn in Umfragen nur noch jeder zehnte Bürger angebe, er könne der Wirtschaft und dem Markt vertrauen, sei dies ein "Alarmzeichen", sagte Huber. Vertrauen sei schwerer aufzubauen als neues Kapital. Unternehmer und Manager als Personen des öffentlichen Lebens müssten Tugenden vorleben. Ihr Verhalten dürfe nicht Ausdruck von Gier sein, sondern Handeln im Sinne legitimer Interessen. Huber verwies auf die in der vergangenen Woche veröffentlichte Stellungnahme der EKD zur Wirtschafts- und Finanzkrise. Darin fordert die evangelische Kirche eine ethische Neuorientierung von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Mit Blick auf die am Dienstag veröffentlichte Sozialenzyklika von Papst Benedikt XVI. sagte Huber, er sei nicht der Auffassung, dass eine einzige Instanz eine Art Weltethos repräsentieren könne. Vielmehr müsse man die Pluralität der Werte und Religionen ernst nehmen, das Gemeinsame erkennen und den Konsens in ethischen Fragen zu stärken versuchen. Christen könnten "das Ihre selbstbewusst, aber nicht mit einem Alleinvertretungsanspruch einbringen", sagte Huber. zum Kampf gegen Klimawandel (epd) Finanzkrise soll zur "ökologischen Umsteuerung der Wirtschaft" genutzt werden Berlin. Die evangelische Kirche fordert Politik und Gesellschaft zum entschlossenen Kampf gegen den Klimawandel auf. Der Klimawandel vollziehe sich sehr viel dynamischer, als bis vor kurzem noch angenommen wurde, heißt es in der Denkschrift "Umkehr zum Leben", die der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am Dienstag in Berlin vorgestellt hat. Es müsse gelingen, den Temperaturanstieg auf zwei Grad Celsius zu begrenzen, damit die Welt sich an die Auswirkungen der Klimaveränderungen anpassen könne. Ökumene durchlebt anstrengende "Erntezeit" (epd) Es sei die Zeit des ökumenischen Herbstes, der von Ermüdungserscheinungen geprägt sei. Viele hätten sich einerseits an den Status quo gewöhnt, andererseits seien in den vergangenen 25 Jahren kaum erkennbare Fortschritte etwa beim gemeinsamen Abendmahl erzielt worden. "Mit der ökumenischen Ermüdung starben manche Hoffnungen, aber wachten zugleich konfessionelle Fragen wieder auf", sagte der Bischof. Dennoch gebe es "schöne Früchte" wie die Verständigung über die Rechtfertigungslehre von 1999, den ersten Ökumenischen Kirchentag von 2003 in Berlin und die Aussicht auf den nächsten in München im kommenden Jahr. stärkere christliche Stimme in Europa (epd) Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, fordert die Kirchen Europas auf, sich stärker in politischen und gesellschaftlichen Fragen zu engagieren. "Es ist Zeit, dass die christliche Stimme in Europa hörbarer wird", sagte Huber am Freitag in Lyon. Evangelische Kirche will Reformen fortsetzen Huber und Göring-Eckardt: Zukunftswerkstatt in Kassel als nächste Etappe Berlin (epd). Die Spitze der Evangelischen Kirche in Deutschland ( EKD) sieht ihren Reformprozess drei Jahre nach dem Start auf einem guten Weg. Das 2006 vorgestellte Impulspapier "Kirche der Freiheit" habe in vielen Bereichen Aktivitäten ausgelöst, sagte der EKD-Ratsvorsitzende Wolfgang Huber am Freitag in Berlin. Der Einfallsreichtum und die Kreativität, den die Kirche dabei in vielen Bereiche zeige, sei beeindruckend. Organspende ist "Akt der Nächstenliebe" (epd) Organspende ist nach Ansicht der hannoverschen Landesbischöfin Margot Käßmann "ein Akt der Nächstenliebe". Viele Menschen warteten auf eine Lebenschance, sagte Käßmann am Samstag in Halle gegenüber der Hörfunkwelle "MDR Info" anlässlich des Tages der Organspende. "Andere, die sterben, können jenen Menschen genau diese Lebenschance geben." Zum Beispiel müssten mehr als 2.000 Menschen ständig zur Dialyse. Für sie gebe es keine Hoffnung auf eine Nierentransplantation, wenn nicht jemand spendet. wachsender Kluft zwischen Armen und Reichen (epd) Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, hält die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich für eines der drängendsten Probleme in Deutschland. Statt des Rechts des Stärkeren müsse die Stärke des Rechts gelten, um das Sozialstaatsgebot des Grundgesetzes zu erfüllen, sagte Huber am Sonntagabend in der ARD-Talkshow "Anne Will". Zugleich verlangte Huber als Konsequenz aus der Wirtschaftskrise Transparenz bei Managergehältern. Weltkirchenrat fordert Atomwaffenverzicht (epd) Der Weltkirchenrat und die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) fordern kurz vor dem NATO-Gipfel einen internationalen Verzicht auf Atomwaffen. Eine Welt ohne nukleare Bewaffnung sei sicherer und lebenswerter als eine Welt mit Massenvernichtungswaffen, schreiben der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) und die KEK in einem am Mittwoch in Genf veröffentlichten Brief an die NATO-Staaten. Frieden könne nur durch einen wahrhaften Dialog erreicht werden. |
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