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Aufklärung statt weltfremde Verbote ...(!)
(Red. - ws) Wer auch immer den Menschen vorgaukelt die Anwendung von Kondomen verschlimmere grundsätzlich die AIDS-Ansteckung, statt wesentlich
zu deren Prävention beizutragen, lädt Schuld auf sich.Gott hat den Menschen nicht nur das Leben und die dazugehörige Sexualität geschenkt, sondern auch den Verstand verantwortlich, menschlich und somit auch vernüftig damit umzugehen. Ein gleichwie gearteter Bevormundungsanspruch ist demgemäß nicht nur anmaßend, sondern auch hinsichtlich der gesundheitlichen Unversehrtheit nicht zu verantworten.
Kein verantwortungsbewußter Mensch kann sich der Aufklärung und der effektiven, aber sexualitätsgerechten Prävention dauerhaft entziehen.
Nur sicherer und verantwortungsvoller Umgang mit einem Urbedürfnis der Menschen kann daher eine verantwortungsvolle Zielvorstellung sein.
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UN, UNAIDS, UNICEF, WHO:
Mehr als 68 Millionen Aids-Tote ... Jugendliche und Kinder stark betroffen ... Besonders gefährdet seien schlecht oder gar nicht informierte junge Menschen. Knapp jeder Zweite, der sich weltweit neu infiziert, sei ein junger Mensch zwischen 15 und 24 Jahren. Diese Daten nannten drei UN-Organisationen in am Dienstag in New York veröffentlichten Berichten. Jeden Tag infizieren sich 6000 junge Menschen mit HIV...(!) Jede dieser Infektionen könnte verhindert werden, sagte der Direktor des UN-Programms zur Aidsbekämpfung (UNAIDS), Peter Piot. Eine Studie des Kinderhilfswerkes UNICEF in 60 Ländern ergab: Die Mehrheit von ihnen hat keine Ahnung, wie Aids übertragen wird, und wie sie sich davor schützen kann ...(!) Prävention sei machbar und kostengünstig, sagte Piot in New York. Für durchschnittlich acht Euro im Jahr könnte jeder junge Mensch, der noch die Schulbank drückt, informiert und in praktischer Aids-Vorsorge unterrichtet werden. Dass solche Aufklärung Früchte trage, zeigten Länder wie Uganda und Thailand, schreiben UNAIDS, UNICEF und die Weltgesundheitsorganisation WHO in dem Bericht "Junge Menschen mit HIV/AIDS: Chancen in der Krise". Nach Angaben europäischer Aids-Experten nimmt selbst in Westeuropa der ungeschützte Sex und damit das Risiko für die Verbreitung von Aids wieder zu. Weltweit verbreite sich die Immunschwächekrankheit schneller und weiter als befürchtet und schlage tiefere Breschen, als Experten es je für möglich gehalten hatten, warnt UNAIDS. Falls sich nichts gravierend verändert, werden in den kommenden 20 Jahren vermutlich 68 Millionen Menschen Opfer der Viren. Seit eginn der Aidsepidemie sind den UN zufolge weltweit mehr als 20 Millionen Menschen gestorben. Bsonders dramatisch stellt sich die Lage in Afrika dar. Derzeit sind nach Angaben von UNAIDS bereits 39 Prozent aller Erwachsenen in Botswana mit dem Erreger infiziert. Dort und in anderen Ländern des südlichen Afrikas drohe die Hälfte aller jungen Mütter, dem Virus zu erliegen ....(!) |
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UNICEF: Waisen – die unsichtbaren Opfer von AIDS
15 Millionen Mädchen und Jungen haben Mutter, Vater oder beide Eltern durch AIDS verloren. Allein in den vergangenen zwei Jahren
kamen 3,5 Millionen hinzu. Angesichts der enormen Zahl infizierter Erwachsener wird die Zahl der durch AIDS verwaisten Kinder bis
zum Jahr 2010 auf fast 20 Millionen steigen.Die meisten Waisen – mehr als zwölf Millionen – leben im südlichen Afrika. Viele müssen sich allein durchschlagen. Sie sind besonders anfällig für Ausbeutung und Missbrauch. Selbst wenn sie bei der Großmutter, entfernten Verwandten oder Pflegefamilien unterkommen, leben sie in extremer Armut. Viele werden schlechter ernährt als leibliche Kinder, sie können nicht zur Schule gehen. Auch die Gefahr sexueller Übergriffe ist groß. In Ländern wie Sambia ist die Lebenserwartung der heute geborenen Kinder von durchschnittlich 47 (1990) auf 38 Jahre (2004) gesunken. UNICEF: AIDS tötet immer mehr Kinder AIDS lebt – und tötet immer mehr junge Menschen: Allein seit 2005 sind mehr als 1,2 Millionen Kinder an der Immunschwäche gestorben. Täglich infizieren sich mehr als 3.000 junge Menschen unter 24 Jahren mit HIV, die meisten im südlichen Afrika. 15 Millionen Kinder hat die Epidemie schon zu Waisen gemacht – genauso viele Kinder, wie in ganz Deutschland leben.
In Afrika leben 67 Prozent der HIV-infizierten Menschen der Welt, 17 Millionen Menschen sind auf dem Kontinent schon an Aids gestorben. Eine aktuelle UN-Studie schätzt, dass bis zum Jahre 2010 allein in Afrika etwa 20 Millionen AIDS-Waisen leben werden.
UNICEF: 90 Prozent aller infizierten Kinder stecken sich über ihre Mutter an. Für die meisten hat die Infektion sehr schnell einen schweren Krankheitsverlauf und den Tod zur Folge. Etwa die Hälfte der HIV-positiven Kinder in Entwicklungsländern stirbt in den ersten zwei Lebensjahren, nur wenige werden älter als fünf Jahre. Es ist deshalb wichtig, darauf hinzuwirken, dass die Mutter-Kind Übertragung verhindert wird - was in den Industrieländern bereits fast vollständig gelungen ist.
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„Gib AIDS keine Chance“: die Kampagne der BZgA zur Aidsprävention “Gib Aids keine Chance“ ist die größte und umfassendste Kampagne zur Gesundheitsprävention in Deutschland. Sie ist modellhaft für eine erfolgreiche, bundesweit öffentlichkeitswirksame Präventionsstrategie. Seit 1987 kombiniert sie massen- und personalkommunikative Maßnahmen, die sich gezielt an unterschiedliche Gruppen der Bevölkerung wenden. Sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte Sexuelle und reproduktive Gesundheit bedeutet, ein befriedigendes und ungefährliches Sexualleben haben zu können. Sie bedeutet das Recht auf Freiheit von sexuellem Zwang und sexueller Gewalt. Sie bedeutet andererseits aber auch, die freie und informierte Entscheidung darüber treffen zu können, ob und wann man Kinder bekommen möchte und wie groß die Familie werden soll. Der Begriff bezieht sich auf alle Phasen des Lebens, also auch auf die Kindheit, Jugend und das Alter. Zur weiteren Information über die neuerliche AIDS-Debatte: |
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