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Aufruf der kath. KirchenVolksBewegung "Wir sind Kirche":
"Tun, was uns eint!" (Nach dem Papstbesuch) .... "Angesichts der herben Enttäuschungen bei der Ökumenischen Begegnung des Papstes in Erfurt ruft Wir sind Kirche alle katholischen und evangelischen Gemeinden dazu auf, sich ökumenisch zusammenzuschließen und zu 'tun, was uns eint!'. Die Gemeinden in Deutschland sollten die seit fast 500 Jahren andauernde unsägliche Spaltung der Christenheit für sich als beendet erklären und dem Beispiel der Bruchsaler Kirchengemeinden folgen, die festgestellt haben:" "Wir erachten den Willen Jesu Christi, dass alle eins seien, als gewichtiger als alle theologischen und kirchenpolitischen Überlegungen und Fragestellungen und wissen uns der Überzeugung verpflichtet, ihm mehr gehorchen zu müssen als den Menschen. " ..... Staatsbesuch von Papst Benedikt XVI Kaum Hoffnung auf Wiederbelebung der Ökumene (Juli 2011) Wenn man die Dies tendiert für die protestantischen Christen, mehr hin zu reinen Wunschvorstellungen, als zur Realität. War es doch gerade jener kath. Oberhirte, der die sich zart belebende ökumenische Arbeit wiederholt ausgebremst hat. Demgemäß liegt es vornehmlich an dem gleichen Hirten, diese auch wieder zubeleben. Ob dieser Papst dem Handlungsdruck einer breiten christlichen Mehrheit, in unserem Lande entsprechen will, ist jedoch sehr fraglich. Es sollten daher von dem offiziellen Staatsbesuch des vatikanischen Staatsoberhauptes, keine realitätsferne Hoffnungen erweckt werden. Wenn Benedikt XVI die bereits versandete Ökumene hätte beleben wollen, wäre ihm dies in den letzten Jahren sehr leicht möglich gewesen. Es hätte keiner besonderen Initiative bedurft, einige Unterlassungen seinerseits, wären zumindest für den Anfang schon ausreichend gewesen. Für den Großteil der realitätsbezogen Christen - Katholiken wie auch Protestanten - sind diese frommen Wünsche der deutschen Kirchenführer bar jeglicher Realität, solange dieser katholische Kirchenführer nicht die Mindestgrundlage der gegenseitigen Anerkennung erfüllt (!) Das elementare Selbstverständnis der Menschen untereinander sollte und muss auch als Grundlage des Verständigungswillens der christlichen Kirchen angesehen werden. Wer den jeweiligen Gegenüber nicht als gleichwertigen Vertreter achtet und anerkennt, kann nicht als "glaubwürdiger" Gesprächspartner angesehen werden. Wenn also der oberste Vertreter der katholischen Kirche, die Evangelische Kirche nicht als eigenständige Kirche anerkennt, ist die Minimalbasis für jedwede ökumenische Gespräche, schon im Vorfeld ad absurdum geführt! Es ist sehr unwahrscheinlich, dass gerade dieser Papst, der durch seine Rückwärtsgewandtheit in Fragen des traditionellen Kirchengeschehens steht, sich für die ökumenische Notwendigkeit dieser Zeit öffnet. So lange dieser Papst die Absicht hegt die "Kinder der Reformation" nach 500 Jahren wieder in die Heimat der angeblich „einzigen“ christlichen Kirche zu führen, wird die Ökumene eine Farce bleiben. Insbesondere im Hinblick auf das Reformationsjubiläum und in Anbetracht des damaligen Geschehens und dessen Folgen, muss vor jeder Einseitigkeit oder Zwangsverbrüderung ernsthaft gewarnt werden. Wenn unter Christen das Selbstverständnis des Glaubens und des Gedenkens (Abendmahl) auch weiterhin strikt verweigert wird, ist jegliche ökumenische Zusammenarbeit dieser beiden Kirchen nahezu unmöglich. Was schlussendlich bleibt, ist eine individuelle Ökumene, die gänzlich vom Mut, der Überzeugung und Durchsetzungsfähigkeit der örtlichen Akteure, in den jeweiligen Gemeinden gekennzeichnet ist. Gerade in Anbetracht der Unbeweglichkeit durch all die Zeit, jedoch besonders unter dem Pontifikat Benedikt des XVI., sollten wir uns gänzlich auf die Basisökumene in den Gemeinden beschränken. Wenn Kirchen nicht miteinander klarkommen, sollten die Menschen beider Konfessionen, unbeirrt dem christlichen Vorbild eines Jesus von Nazareth folgen. Wirklich gläubige Menschen, benötigen „unter diesen Voraussetzungen“, weder die Kirche als Institution, noch deren Vertreter um ihren Glauben menschwürdig und tolerant zu leben. Ergänzung vom 16.9. 2011: Wie nun bekannt wurde, hat der Papst für das Gespräch mit den prot. Führungskräften ganze 30 Minuten eingeplant. Dies unterstreicht, wieviel Raum man für die ökumenische Zusammenarbeit erübrigen möchte. Ausser den Höflichkeitsfloskeln, bleiben wohl nur wenige Minuten für diese Thematik. Kirche und Kernenergie Dürfen die Amtskirchen zu den akuten Gefahren der atomaren Energiegewinnung weiterhin schweigen ?
(April 2011) Es ist ist sehr bezeichnend, wenn sich die Amtskirchen (evangelisch und katholisch) in
gesellschaftlichen Grenz- und Ausnahmesituationen zum Teil exessiv ergehen - jedoch wenn es um das essenzielle Weiterleben der gesamten Menschheit geht,
den Kopf förmlich in den Sand stecken. Gemeint ist hier die Sicht auf die Praxis, wie auch die Zukunft der atomaren Kernspaltung generell,
sowie der angeblich beherrschbaren "guten" und ach so billigen Energie aus dem Kernspaltungsprozess im Besonderen.
Nach der düsteren Epoche einer wissenschaftlich feindlichen Einstellung, sollte die Nutzung der modernen Wissenschaften - in einer Zeit ohne Kirchendiktat - als unbestritten gelten. Natürlich müssen auch diese Erkenntnisse einer differenzierten Betrachtungsweise unterzogen werden. Demgemäß muss nicht alles, was technisch machbar ist und einen wirtschaftlichen Nutzen verspricht, auch zwangsweise umgesetzt werden. Selbst dann nicht, wenn die globale Macht der Konzerne die politisch Verantwortlichen noch so sehr unter Druck setzen. Die Politik ist dem Gemeinwohl "aller" Bürger und nicht nur dem der Unternehmen verpflichtet ! Dies gilt im Besonderen dann, wenn nicht nur die Gesundheit, sondern sogar die Lebensgrundlage aller Menschen nicht nur bedroht, sondern existenziell gefährdet ist. Eine Gefährdung, wie sie außer bei den Atombombentests und der darauf folgenden kalten Kriegsbedrohung, noch niemals in der Geschichte der Menschheit bestanden hat. Das atomare Gefahrenpotenzial durch die angeblich "todsicheren" Prozesse enthält in der Praxis (schon vor Fukushima) ein sehr viel höheres Risiko, als man bisher zugeben wollte. Und dies beileibe nicht nur für die derzeitige Menschheit, vielmehr für alle menschlichen Nachkommen der nächsten Million Jahre...(!) Also für sehr viel länger als der heutige Mensch, der Homo sapiens, überhaupt auf der Erde lebt. Ob diese Gattung Mensch, auch nur einen Hauch von Vernunft und Weisheit im derzeitigen Atomaren-Feldversuch erbringen kann, wird in dieser Zeit entschieden. Wenn man sich dieses handgreifliche und keineswegs akademische Gefährdungspotenzial vor Augen führt, müssen andere Diskussionen in die zweite Reihe treten. Dies sollten nicht nur die kirchlichen Spitzenfunktionäre, sondern auch das Fußvolk beider Kirchen verinnerlichen. Einzelmeinungen, so wichtig sie auch sein mögen, reichen hier beileibe nicht aus. Wenn die Kirchenoberen hier nicht eindeutig Stellung beziehen, können sie nie mehr glaubwürdig die Lehren eines Jesus von Nazareth verkünden, noch eine breite Gefolgschaft erwarten. In den Tagen des ausgeprägten Schweigens, auch der protestantischen Führung, werden die klaren und oft unbequemen Worte einer Margot Käßmann bitterlich vermisst. Wenn in 50 Jahren der atomaren Energierzeugung, mehr Super-GAUSs produziert wurden, als Wissenschaftler in den Fünfzigern für die nächsten 100.000 Jahre "vorausgesagt" hatten, besagt dies mehr als alle Argumente. Wer nach Tschernobyl, Harrisburg und vielen anderen GAUs und fast GAUs, noch Fukushima zur persönlichen Erhellung des Geistes benötigte, hat sich für Führungsfunktionen in unserer Gesellschaft disqualifiziert. Wenn zudem nach mehr als 5 Jahrzehnten Betrieb der Kernkraftwerke, noch nicht einmal der kleinste Ansatz zur sicheren Endlagerung (für 1 Million Jahre) zu sehen ist, zeigt dies, wie unverantwortlich und nahezu kriminell unsere Gesellschaft, aber insbesondere die politisch Verantwortlichen damit umgehen. Wir dürfen niemals vergessen, wenn wir auch richtigerweise sofort alle Kernkraftwerke abschalten, ist der akute Gefahrenherd der Spaltungs- und Srahlungsprozesse noch lange nicht beseitigt (!) Unser Strahlungsschrott der letzten Jahrzehnte, inclusive jener der Rückbaujahrzehnten, wird so oder so die Menschheit auf Jahrhunderttausende belasten! Dies mit allem Nachdruck - im Interesse aller Menschen zu thematisieren - ist "auch" eine Angelegenheit der christlichen Kirchen. Dass wir keinesfalls auf einer Insel der Glückseligen leben, wissen auch die Menschen hierzulande, jedoch sollte dies für das eigenverantwortliche Verhalten nicht die entscheidende Rolle spielen. Wir sollten nicht nur über den Zaun schauen, sondern vordringlich unserer eigenes "Haus" in Ordnung bringen, denn nur dann besitzen nicht nur die Kraft der Überzeugung, sondern auch die der Vorbildfunktion. Natürlich muss die Gemeinschaft auch jene Menschen überzeugen und mitnehmen, die ausschliesslich dem St. Floriansprinzip huldigen und damit einen die Gemeinschaft schädigenden Einfluss ausüben. Bei der Umsetzung alternativer Energien sind naturgemäß auch Beeinträchtigungen und Eingriffe in Natur und Umwelt unvermeidlich. Nur wenn man mit Umsicht und Augenmaß vorgeht und zudem alle Bürger wie auch Unternehmen wesentlich energiebewusster handeln - also "jeder" definitiv Energie einspart - kann dies zukünftig gelingen (!) Der unumgängliche Einsparzwang gilt selbstverständlich nicht nur für die Elektroenergie, sondern für alle unsere Energieformen. Wenn wir beispielsweise immer weiter PS-protzende Statussymbole bauen, verkaufen oder erwerben und diese aus purer Lust, Laune und mit unbegrenzter Raserei betreiben - nur weil wir es uns "angeblich" leisten können - haben wir absolut nichts begriffen. Es soll hier keinesfalls, einem Weg zurück in eine Technik der Steinzeit, der Weg bereitet werden. NEIN, wir müssen endlich eine höchst moderne Technik für die Zukunft aller Menschen, insbesondere jedoch auch für die folgenden Generationen umsetzen - und zwar sehr bald. Die viel beschworene atomare Brückentechnologie hat sich selbst ad absurdum geführt - selbst wenn die politischen Entscheidungsträger dies immer noch leugnen. Zur Beurteilung all dieser elementaren Fakten benötigen Menschen mit ein wenig Grundverständnis, weder ein Moratorium, noch obskure Kommissionen zur politischen Ablenkung. Das Schielen auf den nächsten Wahlgang, ist ebenso abträglich, wie der brandgefährliche Schlingerkurs vieler Polit-Akteure. Gesunder Menschenverstand ist das Einzige, was hier als Grundausstattung vonnöten ist. Frei von wirtschaftlicher Hörigkeit und politischen Scheuklappen. INFOBOX - Kosten des Stomes aus der Kernergie abdecken, sondern 100% ! Zugewinn an Glaubwürdigkeit? Papst Benedikt XVI - AIDS und Kondome (Nov. 2010) Der Oberhirte der Katholiken hat dieser Tage aufgezeigt, dass in seiner Kirche nicht immer Jahrhunderte ins Land gehen müssen, bis allgemein bekannte wissenschaftliche Erkenntnisse, auch zu kirchlichen Konsequenzen führen. Selbst wenn die Konsequenzen noch so winzig sind und zudem stark verklausuliert und demgemäß schwammig dargestellt werden. Es ist hier die Rede von der "neuen" Papstdarstellung zur Immunerkrankung AIDS und der Anwendung von Kondomen. Allen aufgeklärten Menschen ist seit Jahrzehnten bekannt, dass man mit Kondomen eine AIDS-Ansteckung potenziell verhindern kann. Papst Benedikt XVI hat sich jedoch trotz dieses allgemeinen Kenntnisstandes, auf seiner letztjährigen Afrikareise noch gegenteilig geäußert, in dem er behauptete, Kondome könnten das Aidsproblem verschlimmern. Wenn der Papst nun urplötzlich eine zumindest in Teilen andere Auffassung äußert, ist es fraglich, ob dies einer höheren Einsicht zu verdanken ist, oder der Wunsch überwiegt, etwas von der zerstörten Glaubwürdigkeit für seine Kirche zurückzugewinnen. Die Menschen, einschließlich der Mehrzahl gläubiger Katholiken, benötigen diese leichte Abwandlung des Kirchenführers im Kondomverbot nicht zwingend, um ihr Sexualleben menschlich und eigenverantwortlich, auch gegenüber ihrem Gott zu gestalten. Was jedoch dieser Papst mitsamt seiner in ernsten Schwierigkeiten befindlichen Kirche dringend benötigt, ist zumindest ein Zugewinn an Glaubwürdigkeit, insbesondere auf dem für die Kirche heiklen Gebiet der Sexualmoral. Hier sind tausend Jahre an der Kirche faktisch „spurlos“ vorübergegangen. Dem Zeitgeist nicht bedingungslos zu folgen ist eine Sache, die elementare Menschlichkeit geflissentlich zu „übersehen“, eine vollkommen andere. Diese Minimalbewegung, nur in extremen Ausnahmefällen Kondome zu “erlauben“, könnte nur erfreulich sein, wenn es sich um eine generelle Einsicht handeln würde und nun ein Umdenkungsprozess eingeleitet würde. Dies scheint zumindest mehr als fraglich. Dennoch sollte der Rest der Welt die Hoffnung nicht aufgeben, dass auch die Führung der röm.-kath. Kirche irgendwann zu einer menschenwürdigen und eigenverantwortlichen Sexualmoral findet und sich damit dem weitverbreiteten Verhalten ihren Gläubigen etwas annähert. Präimplantationsdiagnostik (PID) Bundeskanzlerin Merkel ändert ohne Not ihren langjährigen Standpunkt zur PID und will das unter Kohl 1990 verabschiedete Gesetz drastisch verschärfen. Der EKD-Vorsitzende Schneider hegt dagegen viel Sympathie für begrenzte Zulassung der Embryonen-Diagnostik. (Okt 2010) Der amtierende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Nikolaus Schneider, hat sich für eine begrenzte Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) ausgesprochen. Bundeskanzlerin Merkel änderte plötzlich Ihren langjährigen Standpunkt grundlegend und spricht sich nun radikal für ein Totalverbot der Präimplantationsdiagnostik aus - ohne Wenn und Aber. Dies sehen maßgebliche Führungskräfte in der eigenen Partei, in der Regierungskoalition, wie auch in der Bevölkerung sehr viel differenzierter und menschlicher. Die neue Haltung von Frau Merkel löst höchste Verwunderung aus, da sie sich in der Vergangenheit dezidiert gegen „ein radikales Nein“ zu dieser diagnostischen Möglichkeit ausgesprochen hatte. Wie sollte man auch nachvollziehen können, wenn jenen Eltern die sich für eine Befruchtung außerhalb des Mutterleibes entscheiden, oder schweren Herzens entscheiden müssen, die Einpflanzung der Embryonen ohne jegliche Untersuchungsmöglichkeit auf schwere Erbkrankheiten per Gesetz verwehrt werden soll. Während unsere Gesetze, bei einer "normalen" Schwangerschaft, Vorsorgeuntersuchungen ähnlicher Art dies nicht nur gestatten, sondern sogar Schwangerschaftsabbrüche in den ersten 3 Monaten generell ermöglichen. In extremen Situationen sogar bei wesentlich fortgeschrittenen Schwangerschaften. Es ist zutiefst menschenwürdig, die Weitervererbung solcher Krankheiten zu verhindern. Dies per Gesetz zu verbieten ist nicht nur unmenschlich, es verstößt eindeutig gegen die humanen und elementaren Grundprinzipien unseres freiheitlich demokratischen Gemeinwesens. Eine solche PID / PGD - beschränkt auf Untersuchungen schwerer krankheitsrelevanter Merkmale - ist keineswegs eine lebensfeindliche, sondern eine lebensfreundliche und eindeutig lebensbejahende Möglichkeit - trägt sie doch einer Konfliktvorbeugung mehr Rechnung als eine spätere Abtreibung mit all den schrecklichen Folgen. Aus grundsätzlichen Erwägungen ist es undenkbar, eine PID ethisch "höherwertig" einzuschätzen als ein bereits im Mutterleib heranwachsendes Kind. Eine sogenannte "Schwangerschaft auf Probe", als Folge dieses Verhaltens kann doch unmöglich ein erstrebenswertes Ziel sein! Dies müsste auch eine um das Wohl des gesamten Volkes besorgte Kanzlerin immer noch einsehen, selbst wenn sie die Gunst der eigenen Wahlklientel derzeit als rückläufig betrachtet. Der Bundesgerichtshof hat einen Arzt freigesprochen, der Embryonen auf genetische Defekte untersucht hat - und die "defektbehafteten" Zellen sterben ließ. Die Richter urteilten, die Formulierungen im Embryonenschutzgesetz reichten nicht aus, um ein Verbot der PID in Deutschland abzuleiten. Solch grundlegende Möglichkeiten zu verändern, sollte in unserem freiheitlichen Rechtsstaat niemals eine Reaktion auf die aktuelle Wählergunst, die Tagespolitik oder Gruppeninteressen sein, sondern immer ein „breiter und übergreifender Konsens“ in der Bevölkerung darstellen. Auch die Kirchen können selbstverständlich zur Meinungsbildung beitragen, sollten sich jedoch einer, wie auch immer gearteten, "göttlichen" Meinungshoheit tunlichst enthalten. Ebenso sollte das "politische Getue" um die religiösen Aspekte hierbei unterlassen werden. Die rechtlichen Grundsätze sind in unserem freiheitlichen Rechtsstaat (gemäß Grundgesetz) ausschließlich eine Angelegenheit des Staates und für die Abgeordneten eine Gewissensentscheidung. AIDS als "eine Art immanenter Gerechtigkeit" Der katholische Primas von Belgien postuliert AIDS als eine Strafaktion der Natur aufgrund tiefer Misshandlung der Liebe (Okt 2010) Mit Empörung und Unverständnis reagiert man in Belgien auf die Aussage des Vorsitzenden der katholischen Bischofskonferenz des Landes, Léonard, zu AIDS. Die Immunschwächekrankheit AIDS sei "eine Art immanenter Gerechtigkeit", die geschehe, wenn man "die tiefe Natur der menschlichen Liebe misshandelt". "Die tiefe Natur der menschlichen Liebe zu missbrauchen" ende immer mit "Katastrophen", lauteten die Aussagen in seinem Buch. AIDS, so wird der Geistliche weiter zitiert, sei keine Strafe, sondern eine "immanente Gerechtigkeit", die den eingreifenden Gott gar nicht nötig hat. Veranschaulicht wird dieser Gedanke in Analogie zu Umweltschäden: Wenn man die Umwelt schlecht behandelt, dann läuft dies darauf hinaus, dass auch sie uns schlecht behandelt. Und wenn man mit der menschliche Liebe schlecht umgeht, dann läuft dies vielleicht darauf hinaus, dass sie sich rächt. Aus der Misshandlung der tiefen Natur der menschlichen Liebe ergeben sich immer die Anfangsgründe für Katastrophen auf allen Ebenen.
(Komm.- ws) Wenn wir der Analogie des Oberhauptes der kath. Kirche Belgiens folgen, macht auch der Vergleich zur Umwelt nachdenklich. Warum hat dieser Kirchenführer seine Immanenzanalogien
nicht primär von den "verbrecherischen Liebesmisshandlungen" seiner Glaubensbrüder an den unschuldigen Kinder abgeleitet, statt hierfür die Umwelt zu bemühen? Muss dieser zum Himmel schreiende Missbrauch nicht "erst recht" als unmittelbare Zwangsfolge "einer Art von immanenter Gerechtigkeit" angesehen werden,
deren katastrophale Auswirkungen diese Weltkirche nun voll treffen?
Es ist mehr als erschüttend, wie professionell gläubige Menschen << im Namen Gottes >>, "die tiefe Natur der menschlichen Liebe misshandeln" und Gottes unschuldige Kinder missbrauchen (!) Dieser Kirchenführer hatte schon durch seinen Umgang mit den Missbrauchfällen die öffentliche Kritik auf sich gezogen. Wollte nun der Primus der belgischen Katholiken uns auch hier auf die Hintergründe verweisen, die keiner transzendenten Ursache bedürfen und ebenfalls einen eingreifenden Gott nicht nötig haben sollten? Eine rigoros ein- und durchgreifende Kirche, die sich der "einfachen Menschlichkeit", auch des durchgeistigten Führungs- und Fusspersonals sicher sein sollte, könnte den Weg zur Glaubwürdigkeit ebnen.
Kondome statt Plastikembryonen (!)
Wer verhütet handelt verantwortungsvoll (August 2010) Ein Verein, der sich dem "katholischen Glauben gemäß der authentischen Lehre des II. Vatikanischen Konzils" verpflichtet hat, belästig und provoziert derzeit die Familien des Saarlandes.
Es werden Hunderttausende von Plastikembryonen per Postwurfsendung allen Haushalten "überstellt". Obwohl diese Organisation sich bezeichnenderweise
selbst als "Durchblick e. V." bezeichnet, zeugt diese Geldvernichtungsaktion von einer fragwürdigen Motivation. Jeder kann selbst erkennen, ob diese Sicht- und
Handlungsweise dem eigenen Anspruch "Durchblick" auch nur im entferntesten nahekommt, oder die Menschen bewusst provoziert und
von den eigentlichen Beweggründen lediglich abgelenkt werden sollen.
Hier muss sich "Durchblick e. V." deutlich erklären, warum man hiermit keine wahrhaftige Aufklärung, Verhütung und tätige Hilfe leisten will, sondern nur
die Spendengeldern provokant verschleudert?
Noch massiver geht man gar bei dem "christlichen Informationsforum medrum.de" zu Werke. Unter der Vorgabe christlicher Basislehre werden hier sowohl unserem Rechtsstaat, der Evangelische Kirche und auch pro familia eine Beteiligung an einem << Abtreibungssystem >> und damit der Tötung ungeborenen Lebens unterstellt. Die katholische Schwangerenberatung
Es ist unredlich, wenn eine kath. Organisation der EKD, pro familia und anderen unterstellt, ein System der Tötung ungeborenen
Lebens zu unterstützen, ohne "eine" der "echten Hauptursachen" im eigenen Umfeld, die << mittelalterliche Sexualmoral >> der
römisch katholischen Kirche gleichermaßen anzuprangern.
Es wird diffus argumentiert die Beratungsscheine durch "wirksame Hilfe" entbehrlich zu machen, jedoch verschwiegen wie man dies im Detail angehen will. Eines der wirksamsten Elemente hierzu, die elementare Hilfe zur Vermeidung einer ungewollten Schwangerschaft - eine << effiziente Verhütung >> - wird weder thematisiert, noch versucht man dies in der eigenen Kirche zu verwirklichen. Die Zwiespältigkeit zwischen dem Anspruch einer Entbehrlichmachung der Beratungsscheine und dem abrupten Ausstieg der kath. Amtskirche aus dem gesetzlichen Beratungssystem, ohne „wirksame Hilfe“, muss deshalb zwingend aufgezeigt werden. Eine Amtskirche, die sich einer vernünftigen und menschenwürdigen Familienplanung verweigert, indem sie den Gläubigen die adäquaten Verhütungsmittel verbietet, muss auch bereit sein sich der daraus entstehenden Folgen bewußt zu sein. Natürlich auch am Elend, dem Alleingelassensein, der Hilflosigkeit lediger Mütter, bis hin zu jenem letzten Mittel das keiner will, sich jedoch zwangsweise aus der verqueren Sexualmoral dieser Weltkirche ergibt. Dies ist der Zwiespalt aus dem die Amtskirche, wie auch einige dieser Organisationen, offenbar keinen verantwortungsvollen und menschenwürdigen Ausweg finden - leider.
Es ist jedoch der völlig falsche Weg, die Hilfeleistenden zu verteufeln, das Geld für schockierende Plastikembryonen zu verschwenden,
statt es in eine vernünftige Schwangerenvorsorge -Beratung und vorallem in eine effektive, sexualitätsgerechte Verhütung zu investieren.
Ob die sogenannte "authentische Lehre" mit menschlichen Bedürfnissen und menschenwürdigen Verhaltenweisen in Einklang zu bringen ist, muss jeder Mensch mit seinem Gewissen ausmachen. Nur wer eine menschenwürdige Hilfe und Verhütung anbietet, handelt auch verantwortungsbewusst. Hierbei sind viele der mittelalterlichen formalkirchlichen Restriktionen kontraproduktiv und werden von einem großen Teil der deutschen Katholiken bereits anders praktiziert. - Hinweis auf Alois Glück Friede, Freude, Eierkuchen - eine ökumenische Fiktion? 2. Ökumenischer Kirchentag 2010 (ÖKT) in München (Mai 2010) Wenn sich gläubige Christen aller Couleur zum 2. Fest der Ökumene in München versammeln, sollte man mehr erwarten als eine von "oben" arrangierte Harmonie-Kundgebung. So symbolisch sich die Kette der Gläubigen zwischen den beiden Gotteshäusern auch darstellen mag, so können derartig wohlgemeinte Aktionen nicht die dringend erforderlichen Diskussionen von strittigen Themen ersetzen oder übertünchen. Wenn die Amtskirchen - gemeint sind hier alle - sich dem Vorbild der Politiker anschließen und dazu tendieren die Probleme auszusitzen, sollten sie den Druck der ökumenischen Basis verspüren. Mehr Gegen den Strich der Duldsamkeit bürstete die ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt nach dem Amtsverzicht. Fast drohte unter ihren wahrhaftigen aber sehr deutlichen Worten, das verordnete Kuscheln zu zerbrechen. Die Pastorin der Herzen zog die Menschen magisch an und lockte bei ihren Auftritten mehr interessierte Gläubige an, als ein Nikolaus Schneider und Robert Zollitsch zusammen. Mehr Hier ein Ausschnitt aus der angeblich provozierenden "Pillen-Passage" der Pastorin Käßmann: "Vor fünfzig Jahren wurde die sogenannte Pille eingeführt. Die Kirchen sage ich bewusst, waren nicht begeistert. Das hatte etwas Anrüchiges für viele. Ich denke aber wir können sie durchaus als Geschenk Gottes sehen. Denn da geht es um die Erhaltung von Leben, um Freiheit, um verantwortliche Elternschaft. Und für Frauen um die Sorge für das eigene Leben und das Leben und das Leben der eigenen Kinder." Videoausschnitt Kath. "Donum Vitae" muss zehnjährigen Dankgottesdienst in evangelischer Kirche feiern (Juni 2010 - Saarbrücken) Die Schwangerenberatung "Donum Vitae" (DV) feierte im Mai 2010 (5. und 27.) ihr Zehnjähriges hier im Saarland. Am 5. Mai 2000 wurde die erste saarländische Beratungsstelle in Homburg eröffnet. Wie an den kritischen Tönen gegenüber der eigenen Kirche und der Verweigerung eines kath. Kirchenraumes hervorgeht, ist die Amtskirche noch immer auf Konfrontationskurs gegenüber DV. Am 27. Mai 2010 wurde in der Beratungsstelle Saarbrücken eine Matinee gefeiert. Zuvor hatte die Beratungsstelle zu einem Dankgottesdienst eingeladen. Dieser durfte jedoch wie vorgesehen, nicht in der kath. Basilika St.Johann abhalten werden. Das eigene Gotteshaus blieb für DV geschlossen. Wie die SZ meldete, hatten zwei Briefe an den Trierer Bischof Stephan Ackermann keine positive Rückmeldung erbracht. Die evangelische Nachbargemeinde hat daraufhin ihr Gotteshaus zur Verfügung gestellt. Die Landesvorsitzende Hedwig Pfeffer zeigte selbstbewusst und kritisch nicht nur den Weg der letzten Jahre auf, sondern verwies auch auf die Probleme und Angriffe aus dem Bereich der Amtskirche mit den Worten: "Wir wollen als verantwortungsvolle Christen handeln - dennoch werden uns von der Amtskirche Steine in den Weg gelegt. Sie lähmen uns aber nicht. Diese Angriffe machen uns zwar betroffen und bisweilen auch zornig. Dann aber spornen sie uns an, den eingeschlagenen Weg mit Eifer weiter zu gehen. DV sprang in die Lücke, die der Ausstieg der kath.Bischöfe aus der Schwangerenkonfliktberatung hinterlassen hat. Wir wollten – die Frauen, die Hilfe bei einer christlich geprägten Beratungsstelle suchen, nicht allein zu lassen." Rücktritt von Bischöfin Käßmann
(Febr. 2010) Respekt für ihre klare und schnelle Entscheidung geht einher mit Bedauern über den kaum zu ersetzenden Verlust
des Protestantismus. Die wahrhaftigen, offenen und geradlinigen Äußerungen von Margot Käßmann haben vielen
wieder "Mut zur Kirche" gemacht. Sie erhielt deshalb offene Bewunderung und höchste Achtung beileibe nicht nur von
den Frauen. Die gezielte und berechtigte Einmischung in das Männergeschäft Afghanistan zeigte dies sehr deutlich.
Im interreligiösen Bereich wird wohl eher ein Frohlocken als ein Bedauern angestimmt werden. Hier wäre vieles noch
deutlicher sichtbar geworden, was nun wohl unter den Tisch des Vergessens gekehrt wird. In "Männerzirkeln" wäre ihr
menschliches Fehlverhalten, eine klare Empfehlung für höhere Weihen gewesen.
Mehr
Ökumene im Alltag - Kirchenrecht verhindert ökumenischen Gottesdienst (Jan. 2010 - ws) Wie die Saarbrücker Zeitung meldete hat die kath. Kirchengemeinde Namborn (Saarland) die Teilnahme am ökumenischen Gottesdienst anlässlich des Neujahrsempfang der Gemeinde abgesagt. Obwohl es in den vergangenen Jahren nie Probleme mit der am Vormittag stattfindenden gemeinsamen Feier beider christlichen Kirchen gab, wurde nun die Tageszeit laut Bistum Trier entscheidend für die Absage. Demgemäß darf ein ökumenischer Gottesdienst am Sonntagmorgen, entsprechend einer Erklärung der deutschen Bischöfe, das Hochamt der kath. Kirche nicht ersetzen. Mehr Bischof Huber äußerte sich enttäuscht über den Stand der Ökumene
(Okt. 2009 -epd) Er bedauere, dass es in seiner 15-jährigen Amtszeit als Berliner Bischof und in den sechs Jahren als Ratsvorsitzender der
Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) nicht mehr ökumenische Fortschritte mit der römisch-katholischen Kirche gegeben habe,
sagte Huber in einem Interview.
Trotz der Erklärung zur Rechtfertigungslehre gab es Rückschritte „Wir hatten in den vergangenen zehn Jahren Schwierigkeiten gehabt.“ Trotz der vor zehn Jahren verabschiedeten gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre habe es Rückschritte gegeben. Als Beispiele nannte Huber die 2000 veröffentlichte Vatikan-Erklärung „Dominus Iesus“, die vom damaligen Kurienkardinal Joseph Ratzinger, dem heutigen Papst Benedikt XVI., verantwortet wurde. Mehr
Die Essenvernichter
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Staatsbesuch des Papstes
Kirche und Kernenergie
Zugewinn an Glaubwürdigkeit?
Präimplantationsdiagnostik (PID)
AIDS als immanente Gerechtigkeit
Kondome statt Plastikembryonen
2. Ökum. Kirchentag - eine ökumen. Fiktion?
"Donum Vitae" und die Amtskirche
Rücktritt von Käßmann
Ökumene im Alltag
Huber über den Stand der Ökumene
Weitere Themen: Kirche 2011 - Memorandum kath. Theologen
Ökumene 2017 - für versöhnte Verschiedenheit
Wir sind Kirche - kath. KirchenVolksBewegung
Nikolaus Schneider zur PID
Theologen zur Islam-Debatte
Bilder vom « realen » Krieg im Irak
2. Ökumenischer Kirchentag 2010
Ökumene im Alltag...
Hubers ökumenische Abschlussbilanz
Ökumene - Anmerkungen und Fragen
Käßmann und der "Männerklub"
Kritisch gesehen:
Die Essensvernichter
Missbrauch im Raum einer christlichen Kirche
Aufregung um die Käßmann-Predigt
INFOBOX - 11. September und Afghanistankrieg
Wirtschaft und Politik müssen Vertrauen erneuern
Papstentscheidungen und Pius-Bruderschaft
INFOBOX zu den Zielen der Pius-Bruderschaft
"Du sollst nicht stehlen" - Raffgier ohne Ende
Kirche oder Gemeinschaft
Ökumene, Stillstand oder Krebsgang?
Gott gegen die Wissenschaft?
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